Moderne Glasschallschutzsysteme steigern die
Lebensqualität
Schallschutzglas hat die Aufgabe, die
Schallschutzeigenschaften von Fenstern, Türen oder
Glaswänden zu verbessern. Diese Reduzierung des
Schalldurchlasses wird grundsätzlich mit den folgenden
technischen Maßnahmen realisiert.
Die erste Massnahme zur Schallminimierung ist ein optimierter
Scheibenzwischenraum zwischen der äußeren
und inneren Verglasung. Dieser Zwischenraum beträgt bis 20 mm.
Die Gasfüllung besteht
insbesondere wegen dem Aspekt des Wärmeschutzes aus Argon. Das
früher verwendete SF6, auch in Mischung mit Argon, wird aus
Umweltschutzgründen nicht mehr verwendet, da der
Treibhauseffekt durch SF6 verstärkt wurde. Zudem war
die Schallschutzverbesserung nur als gering einzustufen, der U-Wert
Verlust mit ca. 0,3 W/ m²K aber deutlicher. Die Verwendung
einer Kryptonfüllung verbessert hingegen sowohl die
Schallschutz- als auch insbesondere die
Wärmeschutzeigenschaften.
Weiter wird ein Schallschutz-Isolierglas mit einem
asymmetrischen Glasaufbau hergestellt. Dabei werden unterschiedliche
Glasdicken im Isolierglasaufbau verwendet, die aufgrund ihrer
unterschiedlichen Schwingungsfrequenzen zu einem Schallabbau
führen.
Zuletzt ist noch die Verwendung von speziellen
Verbundglasscheiben zu nennen, die zu einer Entkoppelung der
einzelnen Scheiben führen. Dabei ist der Effekt des
Schallschutzes sowohl beim Isolierglas, als auch beim monolithischen
Einsatz festzustellen. Wurden früher dafür
Gießharzscheiben mit den bekannten Problematiken verwendet,
kommen heute spezielle Verbundschichten zum Einsatz, die
gegenüber einer standardmäßigen PVB-Folie
deutlich elastischer sind und in diesem Vergleich bereits eine
Verbesserung des Schalldämmwertes Rw von 3 dB (5dB
gegenüber Floatglas) bei gleicher Glasdicke bringen. So weist
ein Schallschutzverbundglas 8,8 mm den gleichen Schalldämmwert
wie eine Floatglas 19 mm auf. Durch den Einsatz dieser speziellen
Verbundgläser können neben einer maximalen
Schalldämmung, auch die Gesamtdicke des Verbundsystems und das
Gewicht der Isoliereinheit verringert werden.
Um unterschiedlichen Anforderungen an eine gute
Schallschutzverglasung gerecht zu werden, unterscheidet man in der
Praxis zwischen sechs verschiedenen Schallschutzklassen.
- Die Schallschutzklasse 1 verringert den
Schalldruckpegel um 25 bis 29 dB.
- Die Schallschutzklasse 2 verringert den Schalldruckpegel um
30 bis 34 dB.
- Die Schallschutzklasse 3 verringert den Schalldruckpegel um
35 bis 39 dB.
- Die Schallschutzklasse 4 verringert den Schalldruckpegel um
40 bis 44 dB.
- Die Schallschutzklasse 5 verringert den Schalldruckpegel um
45 bis 49 dB.
- Die Schallschutzklasse 6 verringert den Schalldruckpegel mehr
als 50 dB.
Zu beachten ist, dass ein guter Schallschutz nicht
ausschließlich von der Verglasung getragen wird, sondern das
gesamte Verglasungselement (Rahmen, Maueranschluß, etc.) als
Gesamtheit zu sehen ist und entsprechend aufeinander abgestimmt sein
sollte.
Ebenso ist bei der Verwendung eines Schallschutzglases die
Lärmquelle zu berücksichtigen. Schallschutzscheiben
weisen aufgrund ihres Aufbaus unterschiedliche Schallschutzspektren
auf, deren Absorption besser bei Verkehrslärm, bei
Schienenfahrzeugen, bei Fluglärm oder bei
Personengeräuschen sein kann. Auch kann die Verwendung von VSG
mit Schallschutzfolie im Überkopfbereich das Geräusch
von Regentropfen deutlich reduzieren.
Neben einer
erhöhten Schalldämmung schreibt die 3.
Wärmeschutzverordnung auch einen verbesserten
Wärmeschutz vor. Demzufolge verfügen moderne
Schallschutzsysteme auch über einen niedrigen U-Wert. Dank
vielfältiger Kombinationsmöglichkeiten mit anderen
Funktionsgläsern können auch andere Anforderungen wie
Einbruchschutz, Sonnenschutz, Brandschutz, Absturzsicherung,
Selbstreinigungsfunktion, etc. erfüllt werden.
Die GLS GmbH ist nicht nur Großhändler
für Farbglas und Kunstglas. Wir sind auch ein Kompetenzzentrum
rund ums Thema Glas und beraten Sie gerne bei der Planung und
Durchführung Ihrer Projekte.
Beratung durch Herrn Gausch (m.gausch@glsgmbh.de)