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Nach der Entnahme der flüssigen Glasmasse aus
dem Hafen wird diese auf spezielle Stahltische aufgegossen und mit
einer Walze ausgewalzt. Dabei sind weder Walze noch Tisch
strukturgebend. Die typische Oberfläche des
Original-Lamberts-Tisch-Kathedralglases entsteht einzig und allein aus
dem Temperaturgefälle zwischen Glasmasse und Stahltisch und
der Konsistenz des Glases selbst.
Technik und Farben
Die Tafeln haben standardmäßig eine
Größe von 60 x 88 cm, können aber auch bis
zu 88 x 180 cm geliefert werden. Die Stärke der Tafeln
beträgt ca. 3 mm. Durch die spezielle Abkühlphase ist
das Lamberts-Tisch-Kathedralglas sehr gut schneid- und verarbeitbar.
Traditionell sind die Gläser in hellen und
weißen (klaren) Farben gehalten. Besondere, individuelle
Wünsche können berücksichtigt werden.

Die gehämmerte Struktur des Tisch-Kathedralglases ist gut zu
erkennen. Im unteren Bereich verläuft eine für dieses
Tafelglas typische Quetschstelle.
Einsatzgebiete
Die Gläser werden in erster Linie zur
originalgetreuen Restaurierung von Kirchen- und Jugendstilfenstern
eingesetzt. Im Jugendstil war das Tisch-Kathedralglas vor allem bei der
Gestaltung von Glaskuppeln und -fenstern, Glastüren und
Orangerien erste Wahl.
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Beim Tisch-Kathedralglas wird die flüssige Glasmasse auf einen
Stahltisch aufgegossen...

... und mit einer Walze glattgewalzt.

Durch das Temperaturgefälle zwischen Glasmasse und Stahltisch
entsteht die typische Oberfläche.
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